Suche
  • Nadine Bamberger

Wollen Sie etwas verändern? Dann fangen Sie bei sich an...

Stellen Sie sich mal folgende Szene, mitten aus dem Leben vor. Sie sitzen mit ihrem Partner, ihrer Partnerin in ihrem Lieblingsrestaurant, sie fühlen sich absolut wohl, sie wollen sich gerade den lang ersehnten Bissen ihres gut riechenden Essens in den Mund schieben und dann kommt der Satz (vom Hauptverdiener): "Ich habe heute meinen Job gekündigt". Oh nein, (fast) alles wäre in diesem Moment in Ordnung gewesen, nur diese Aussage jetzt gerade nicht. Sie lassen die Gabel fallen, das Essen ist plötzlich nicht mehr wichtig, das Licht im Restaurant wirkt irgendwie dunkler und ihre Stimmung ist im Eimer. Das sind einige äußere Veränderungen, aber was passiert in ihrem Inneren? Vermutlich geht ihre Freude weg, sie ziehen sich innerlich zurück, sind vielleicht auch ein bisschen geschockt, wütend oder sogar traurig. Das Gehirn schüttet Stresshormone aus, ihre höheren Gehirnfunktionen erlahmen oder stellen die Funktion ganz ein. Vielleicht ergibt sich eine der folgenden Möglichkeiten: Eine Antwort aus dem Affekt und mit voller Wucht zurückgeben oder sie fliehen aus dem Lokal, wobei "das macht man ja nicht". Besser ist dann, innerlich die Rollläden herunter zu ziehen und "für den Rest des Abends nicht mehr zu Hause zu sein."

Was ist passiert? Sie haben sich von einer Sekunde auf die andere aus ihrer inneren Balance bringen lassen und stecken plötzlich fest. Die höheren Gehirnfunktionen sind weg gekippt, ihre alten und für solche Situationen typischen Verhaltensmunster springen an, sie gehen in den Rückzug oder in die Verteidigung, der Körper reagiert in gewohnter Weise und wahrscheinlich haben Sie das Gefühl, dass ihnen das "einfach so passiert" und sie "gar nichts machen können". Was wäre denn ihre "klassische" Antwort, ihr typisches Verhalten, ihre Körperreaktion und was passiert auf der Beziehungsebene zu der Person, die sie eigentlich sehr schätzen?

Erste hilfreiche und selbst erprobte Tipps von meiner Seite:

1. Richten Sie ihren Fokus, ihre Wahrnehmung so schnell es ihnen möglich ist, wieder auf sich.

Versuchen Sie dennoch, den Kontakt zu ihrer Begleitung nicht gänzlich abzubrechen.

2. Konzentrieren Sie sich auf Ihre Gedanken und versuchen Sie, sich beim Denken zuzuhören.

Fortgeschrittene nutzen einen installierten Beobachter und bringen sich in eine Metapostition.

3. Nehmen Sie wahr, wo es Ihnen im Körper gerade gut geht - es gibt immer einen Ort, an dem

alles im Lot ist. Wo im Körper ist z.B. gerade Wärme bemerkbar, wo fühlen Sie sich leicht etc.

4. Achten Sie auf ihren Atem, atmen Sie 3-5 Sekunden tief ein und doppelt so lange aus und

lassen Sie so ein paar Sekunden verstreichen.

"Das geht nicht" sagen Sie, warum sollte das nicht gehen? Die Situation ist gerade so passiert. Das Geschehene ist nicht zu ändern, aber sie haben Glück, Ihre Reaktion darauf ist veränderbar. Sie als Empfänger der Botschaft sind verantwortlich für ihre Reaktionen und können diese nach regelmäßiger Übung variieren und situativ angemessener anpassen. Sind das gute Neuigkeiten für Sie? Ich denke schon!

"Verändern Sie ihren Gedanken und ihren Fokus, dann verändern Sie ihre Wirklichkeit".


In diesem Sinne wünsche ich Ihnen nährende Gedanken, Mut und mehr Experimentierfreude im Umgang mit Veränderungen.

Ich grüße Sie von Herzen,

Nadine Bamberger - Mindset Coach für kreative Veränderungsgestaltung

26 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen